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Liebe Asante Freundinnen und Freunde in Deutschland und vielen anderen Ländern,

Mit dieser Anrede habe ich mich letzte Woche an Sie gewandt und Sie gebeten, mich in der Hilfe gegen Not in Tiwi zu unterstützen. Corona und vor allem die Schutzmaßnahmen gegen Corona treffen hier auf die Ärmsten der Armen. Vor einer Woche schrieb ich, dass die Schulen geschlossen haben. Nun hat die Regierung Staatshilfen ausgegeben: Steuererleichterung für Arbeitnehmer. Das ist wunderbar für die wenigen, die Arbeit haben.  Aber die Menschen, die mit uns leben, haben keine Arbeit und die Hilfen sind nicht für sie.

Asante e.V. fühlt sich zuständig, die Kinder, ihre Eltern, unseren Frauen im Hilfe-zur-Selbsthilfeprojekt „Engel für Afrika“, soweit es uns möglich ist, in den bevorstehenden Wochen, Monaten, zu unterstützen! Wir baten im Spendenaufruf letzte Woche um Ihre Hilfe für die ca. 730 durch Asante e.V. geförderte Kindergartenkinder, Schulkinder, GymnasiastInnen, Berufsfachschüler, Studenten an Colleges und Universitäten. Wir können sie nicht sich selbst überlassen.

Was ich in den Tagen nach meinem Spendenaufruf erleben durfte, kann ich schwer in passende Worte fassen.

Ihre Resonanz war überwältigend  und wir, Asante e.V. Deutschland, wissen nun, dass wir alle zusammenhalten, dass wir mit Ihrer Hilfe planen können. Ich weiß jetzt: wir können all unseren Kindern und ihren Angehörigen helfen! Ich weiß jetzt, all diese Kinder, all ihre Eltern, denen sonst niemand hilft, wird Asante e.V. durch die ersten Wochen der Krise unterstützen.

Am Sonntag gingen die Spenden schon ein und sie kommen immer noch. Und wir in Tiwi begannen am Montag zu arbeiten und werden das weiter machen, solange wir Geld haben und solange wir es noch können und dürfen. Wir verteilen Ihre Hilfen an unsere Kinder und ihre Familien, an unsere Frauen im Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekt, an kranke Kinder, die von ärztlicher Behandlung abhängen, an so viele wie wir können. Ihre großzügige Hilfe erreicht nun auch die nicht durch Patenschaften geförderten Kindergarten- und Schulkinder unseres Kindergartens, unserer Grundschule.

Heute Mittag, Samstag 28.03.2020, will unser Asante-Personal die erste Runde Geldauszahlung geschafft haben:  Hilfe für etwa 500 Kindergarten- und Schulkinder.  Ab Montag werden wir all unsere geförderten Gymnasiasten, Studierenden und Berufsfachschüler bedenken, das sind etwas über 200.  Ab Mittwoch erhalten alle Häklerinnen, Näherinnen und die vier Frauen, die die Weihnachtskarten basteln, eine Auszahlung - der Kreis ist dann geschlossen und wir beginnen eine zweite Runde in gleicher Reihenfolge.

Wir hoffen inbrünstig, dass unsere Region noch eine Weile ruhig bleibt, denn wir alle hier erwarten ein enormes Ansteigen der Kriminalität. Niemand hat mehr Arbeit!  Keine TukTuk Fahrer, keine Motorradfahrer, keine Matatu-Fahrer, keine Straßenarbeiter, die Geschäfte sind überwiegend geschlossen – ich denke, Sie können nachvollziehen, was das für die Menschen bedeutet. Sollte diese Situation einige Wochen anhalten (auch in Kenia steigt die Zahl der Infizierten), wird es für alle bedürftigen Menschen in Kenia unvorstellbar.

Durch Ihre Hilfe, liebe Freundinnen und Freunde, die wir unermüdlich an das Kind bzw. dessen Eltern bringen, werden sehr viele Familien in Tiwi und in Ukunda durch die Zeit kommen. Seien Sie versichert:  Ihre Hilfe erreicht Ihr Patenkind, seine Eltern oder Angehörigen, und auch nahe Verwandte des Kindes. Wir fördern etwa 730 Kinder und Jugendliche – multiplizieren Sie die Zahl mindestens mit 5 Angehörigen, die von der Hilfe mit profitieren, dann haben Sie eine Vorstellung von dem, was Ihre Hilfe aus Deutschland bewirkt.

Wir helfen auch unseren Jugendlichen, die wir weiterfördern, mit leichten Beschäftigungen in unserem Schulgelände, weil es für einige schlimm aussieht. Viele unserer geförderten Gymnasiasten, Gymnasiastinnen und BerufsfachschülerInnen sind Waisenkinder. Sie waren durch ihr Studium, ihre Berufsausbildung aufgefangen. Sie lebten sicher in einer Institution, sie erhielten Essen. Nun sind sie „Zuhause“. Es gibt keine Nahrung, denn die Angehörigen, bei denen sie leben, sind wie sie selbst immer auf der Suche nach Essbarem.  Ich habe inzwischen drei junge Leute  gerufen, nun arbeiten sie mit unserem Gartenpersonal. Sie streichen Klassenräume, sie säubern den Hof, sie werden satt. Und lachen.

ArbeiterInnen, Angestellte in Kenia werden in unbezahlten Urlaub geschickt, also nach Hause, ohne Bezahlung, ebenso wie unsere Frauen im Projekt „Engel für Afrika“. Unsere Frauen arbeiten Schulter an Schulter, ich konnte ihnen die Gefahr der sie sich aussetzen nicht erklären.  Und bei einer eventuellen Inspektion durch die Polizei wäre es für uns alle sehr problematisch geworden. Ich musste die Arbeitsräume schließen, die Frauen sitzen nun mit ihren Kindern ohne Einkommen zuhause. Doch den Gehaltsausfall können wir nun dank Ihrer Hilfe ausgleichen.

Wir alle in Kenia, die für Asante e.V. tätig sind haben wieder Mut geschöpft.

Wir wollen ohne Kurzarbeit durch die vor uns liegende Zeit kommen. Sie haben unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei Asante e.V. in Tiwi Mut gemacht, Sie haben auch uns Verantwortlichen bei Asante e.V. Mut gegeben.

Mit dankbaren, herzlichen Grüßen aus Tiwi/Kenia
Ihre Christine Rottland    

In dem vorhergehenden Newsletter baten wir Sie um Unterstützung zweier Gymnasiasten, Mbaruk und Binti.

Mbaruk ist Halbwaise, der aufgrund toller Leistungen in der Grundschule in ein gutes Gymnasium aufgenommen wurde. Wir baten für ihn um Spenden, um ihm die Schulgebühren finanzieren zu können.
Binti war in einer mindestens ebenso schwierigen Situation. Sie lebt mit acht weiteren Familienmitgliedern bei ihrem Onkel, das Geld reicht kaum für genug Essen. Auch sie hat jedoch mit einer fantastischen Auffassungsgabe und einem starken Willen in der Schule geglänzt und wurde auf ein Gymnasium aufgenommen, das ihr das Tor zu einer vielversprechenden Zukunft öffnen soll. Aufgrund der familiären Situation konnte sie sich aber noch nicht einmal die Schuluniform, geschweige denn alle Bücher leisten. Deshalb baten wir für sie ebenfalls um Spenden, bestenfalls sogar um einen Paten/ eine Patin.

Wir bedanken uns nun vielmals bei Ihnen: Wir haben genug Spenden bekommen, um alles Notwendige zu kaufen, sodass ein reibungsloser Start in das Gymnasialleben der beiden ermöglicht werden konnte. Und noch besser: Beide haben bereits eine Patenschaft vermittelt bekommen!

Für all Ihre Hilfe danken wir Ihnen unendlich, ganz besonders im Namen der zahllosen Menschen, denen Sie mit Ihrer Unterstützung helfen und deren Leben Sie verbessern!

Wenn Sie diese E-Mail (an: koeln-david@web.de) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

 

Asante e.V.
1. Vorsitzende: Dr. Angelika Mietzner, 2. Vorsitzende: Corali Groß
Ehrenvorsitz: Christine Rottland
Geisselstr. 95
50823 Köln
Tel: 0160 6504957
Mail: Info@Asante-eV.de